
Der Name des großen Landguts, das einst enorme Ausmaße hatte, erinnert an die Schöne Marsilia, die vom türkischen Piraten Barbarossa geraubt und dem Sultan von Konstantinopel als Geschenk überreicht worden war. Ein Name, der wie die Luft, die man hier atmet, nach Meer duftet. Marsiliana liegt in einer mediterranen Landschaft, die bis heute intakt geblieben ist. Wälder, Dörfer, Felder, Weinberge und weiße Straßen vereint in einem zeitlosen Gemälde, das einen gewissen historischen Charme nicht entbehrt.
Ihren ganz besonderen Zauber konnte sich diese Landschaft bewahren, weil ihre Gutsherren, die seit dem 18. Jahrhundert im Besitz dieses Fleckchens der Toskana sind, den Lauf der Dinge nicht verändert haben. Statt sich andernorts Anregungen zu holen, haben sie sich auf das Gebiet selbst konzentriert.
Tommaso Corsini hat sich Ende des 19. Jh. und Anfang des 20. Jh. ebenso wie Duccio Corsini einhundert Jahre später die herausragenden Eigenschaften von Land und Boden zunutze gemacht und seine unvergleichliche Schönheit im Wein und Olivenöl zum Ausdruck gebracht. Ein neuer Ansatz, dem die Gastlichkeit und die Jagd zusätzliche Aspekte verleihen.

Ein Reservat für Leben, Luft und Raum
Das Landgut Marsiliana erstreckt sich auf einem fast dreitausend Hektar großen Gebiet, das Wälder, Straßen, Quellen, Felder, Olivenpflanzungen und Weinberge umfasst.
Ein wildes und ländliches Gebiet, das bis in die heutige Zeit bewahrt worden ist, gesprenkelt mit den etruskischen Ausgrabungsstätten, die Tommaso Corsini Ende des 19. Jahrhunderts angelegt hat, einem mittelalterlichen Städtchen, das den geografischen Mittelpunkt bildet, Gehöften und Landhäusern.
Die Spuren, die die Menschen hier hinterlassen haben, sind nach wie vor von tiefem Respekt für dieses Reservat für Leben, Luft und Raum geprägt, das dieses letzte Stückchen Maremma bildet.
Ein Schicksal, das kein Zufall ist, sondern das der Verwaltung des Gebiets zu verdanken ist, über fast drei Jahrhunderte geprägt von den wohl überlegten Entscheidungen und dem Engagement der Fürstenfamilie Corsini.